Eine Treppenliftraupe als mobiler Treppenlift
10. August 2011
Nur den wenigsten ist es bewusst – doch diese sind praktisch verurteilt. Sie wissen noch nicht, worum es bei diesem Text gehen wird? Nun, es ist ein relativ simples Thema, doch für wenige Menschen leider ein sehr entscheidendes in deren Leben. Es handelt sich nämlich um die Treppenlifte, welche im öffentlichen Bereich noch kaum verbreitet sind. Im privaten Rahmen sorgen betroffene Personen, deren Mobilität so weit eingeschränkt ist, dass es ihnen verwehrt bleibt, eine Treppe eigenständig bis an das andere Treppenende zu gehen, dafür, dass zumindest in den eigenen Treppenhäusern die Möglichkeit der Fahrt mit einem Treppenlift besteht.
Doch was sollen diese Leute tun, wenn sie in der Öffentlichkeit auf eine Treppe stoßen, die weder mit einem normalen Aufzug noch mit einem Treppenlift versehen ist? Um auch im Alltag außerhalb des Hauses die Möglichkeit zu besitzen, eine Treppe ungehindert passieren zu können, haben sich Treppenliftentwickler sogenannte Treppenliftraupen einfallen lassen, die an vielen Treppengeländern eingesetzt werden können. Wichtig ist dabei lediglich, dass die Treppe bzw. das jeweilige Treppengeländer zur Treppe gerade verläuft. Im Normalfall würde man bei einem gerade verlaufenden Treppengeländer einen Rollstuhllift anbringen, doch nicht in allen Fällen kann der Betroffene selbst alle notwendigen Schritte ausführen, um sicher an das andere Ende der Treppe zu gelangen. Abhilfe leisten können dann eben Treppenliftraupen, die auch Treppenraupen genannt werden. Quasi als mobiler Treppenlift können diese überall hin mitgenommen werden. Betrieben werden Treppenraupen häufig über langlebige Akkus, die sich innerhalb kürzester Zeit wieder aufladen lassen und sehr leistungsstark sind. Versehen mit Laufschienen, die rutschfest den mobilen Treppenlift in seiner Position halten und somit dafür Sorge tragen, dass die beförderte Person nicht unerwartet abrutschen und sich ernsthaft verletzen kann, sind Treppenliftraupen praktisch, besitzen jedoch den klaren Nachteil, dass sie nicht überall verwendet werden können und zudem keineswegs einen Rollstuhllift ersetzen, da es bei diesen doch häufig den betroffenen Person ermöglicht ist, sich selbst an den Laufschienen bzw. am Treppengeländer einzuklinken. Dementsprechend muss man sich auch eingestehen, dass eine Treppenraupe keineswegs ein Allheilmittel ist, dafür gibt es schlicht und einfach zu wenige Treppen im öffentlichen Raum, an denen die Treppenliftraupen angebracht werden können, als dass sich diese wirklich dauerhaft lohnen. Es ist zu empfehlen, im privaten Raum auf eine Treppenraupe zu verzichten, sofern es aufgrund von Platzmangel nicht zwingend notwendig ist. Ein Rollstuhllift ist deutlich sicherer, effektiver und kann mitunter auch während der gesamten Benutzung am Treppengeländer oder an den speziellen Laufschienen befestigt bleiben. So werden sich Treppenraupen in Zukunft wohl qualitativ verbessern, dennoch bieten die üblichen Treppenliftmodelle (Rollstuhllifte, Plattformlifte, Sitzlifte, Hublift) gegenüber der Treppenraupe Vorteile, die kaum von der Hand zu weisen sind. Entsprechend dieser Thesen bieten sich Treppenraupen nur in sehr speziellen Fällen an, ansonsten ist es von finanzieller Perspektive her gesehen wichtiger, einen alle Sicherheitsaspekte und alle Bedürfnisse einschließenden Treppenlift zu erwerben.
